GfSE
Veranstaltung
- Titel:
- Anwenderforum MBSE in der Praxis
- Wann:
- 23.09.2010 - 24.09.2010
- Wo:
- Hamburg - Deutschland
- Kategorie:
- Archiv 2010
Beschreibung
Die MBSE-Arbeitsgruppe der GfSE hat das Ziel, das Thema Model-Based Systems Engineering (MBSE) praxisorientiert aufzubereiten und vorzustellen. Das Anwenderforum ist eine Plattform zum Austausch von Fragen und Erfahrungen rund um das Thema MBSE. Es findet jährlich im September jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen statt.
MBSE macht die Herausforderung der Interoperabilität transparent. Entwicklungsumgebungen unterschiedlicher Disziplinen müssen konsistent zusammenarbeiten. Das gilt sowohl auf der Ebene der Tools, aber auch auf der Ebene der Modellierungssprachen und Prozesse.
Für das diesjährige MBSE-Anwenderforum am 24. September bei Airbus in Finkenwerder sind folgende Beiträge ausgewählt worden:
- Requirements Engineering und MBSE– Ein starkes Team; Dr. Rudolf Hauber, Hood
In der Praxis scheinen Requirements Engineering und Modell-basiertes System Engineering (MBSE) Ansätze oft isoliert voneinander zu arbeiten oder gar widersprechend zu sein. Dabei ist die Modellierung eine zentrale Technik im Requirements Engineering und außerdem, modell-unterstützte Spezifikationen können ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Systementwicklung sein.
Der Vortrag zeigt Lösungsansätze, wie auf Basis von Geschäftsprozessmodellierung, Anforderungen an ein System mittels SysML-Modellierung abgeleitet werden können und wie auf den Anforderungen ein modellbasierter Systementwurf aufsetzen kann. Hierbei wird speziell die Erfahrung mit verschiedenen Integrationsansätzen für die Nutzung der SysML Requirement Modelling Elemente in klassischen Requirements Management Lösungen dargestellt.
Es wird ferner gezeigt, wie eine methodisch korrekte, tool-übergreifende Traceability zwischen Requirements Management- und Modellierungswerkzeugen über mehrere Systemebenen erreicht werden kann. Mittels des neuen Requirements Interchange Format (ReqIF) und XMI können diese Lösungsansätze auch tool-unabhängigen und somit zukunftssicher gehalten werden. - MBSE in der Luftfahrt – Validierung von Systemarchitekturen in frühen Entwurfsphasen; Stephan Marwedel, Rainer Diekmann, David Niehaus, Airbus Operations GmbH
Es werden Modelle vorgestellt, die sich mit betrieblichen Abläufen in der Luftfahrt beschäftigen. Der Hauptfokus liegt dabei auf der Modellierung der Prozesse für Wartung und Instandhaltung (Maintenance), sowie für Logistik. Vorgestellt wird ein IDEF0-Modell. Dieses Modell ist sehr gut für die Darstellung der Struktur und der funktionalen Aspekte der Architektur geeignet. Zum Einsatz kommt das Tool CORE der Fa. Vitech. Für die dynamischen Aspekte, sowie für die Auslastung der nötigen Betriebsmittel, ist ein ausführbares Modell erforderlich. Dieses wurde mit Hilfe des Werkzeugs MLDesigner erstellt. Der Vortrag erklärt die verschiedenen Anforderungen an die Modellierungsverfahren und Werkzeuge. Weiterhin werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Modellierungsarten dargestellt und die Ansätze und Möglichkeiten, die Modelle miteinander zu verbinden, beschrieben - From visions to solutions: A Seamless Tool Chain for Model Based Systems Engineering; André Brückmann, Berner & Mattner Systemtechnik GmbH
Physical systems and the project environment in which they are developed become, especially for aircraft systems, more and more complex. While the single components of a system are often well understood, the complexity grows with the number of physical interfaces. Interdisciplinary design teams work on different sites, are often international and work for different companies. Managing the development under these conditions is a challenging task which requires good engineering methods and processes to meet all objectives in the required time, with the required quality and with the available budget restrictions. Therefore, companies rely on model based systems engineering approaches. Taking such an approach means to have one single model (that might be spread over several tools) which represents the acquired and relevant knowledge. It provides traceability by linking dependent aspects to each other and provides an optimized view for each stakeholder whether it is for engineering, testing, safety, quality, program management or any other discipline involved. Typically such a model evolves over the whole lifecycle and is the basis for all engineering activities. The intent is to concentrate and distribute the relevant knowledge consistently and hence improve quality and transparency. In addition, synergies and automatisms can be used to avoid duplication of work - Entwurfs- und Verifikationsmethodik für einen kompl. Steuerungsautomaten auf Basis des Statechart-Formalismus am Beispiel eines multifunktionalen Brennstoffzellensystems; Jan Grymlas, TU Hamburg-Harburg
Die Entwicklung einer zustandsbasierten Steuerungseinheit für ein verteiltes komponentenbasiertes System stellt insbesondere bei einer komplexen Systemarchitektur eine Herausforderung dar. Neben der Steuerung von mehreren Systemen müssen diese hinsichtlich übergeordneter Aufgaben in ihrer Funktion aufeinander abgestimmt werden. Um mit der Komplexität umgehen zu können, ist eine systematische Vorgehensweise beim Entwurf und der anschließenden Verifikation erforderlich. In diesem Beitrag wird neben einer methodischen Vorgehensweise, die den Entwurfsprozess in mehrere Schritte unterteilt und absichernde Analyse- und Verifikationsfunktionen beinhaltet, eine darauf aufbauende rechnergestützte Werkzeugkette vorgestellt. Die Werkzeugkette verknüpft unter anderem IBM Rhapsody mit Matlab/Simulink. Die Analysefunktionen sollen während des Entwurfes zur frühzeitigen Erkennung von Fehlern beitragen und so die Effizienz des Entwicklungsprozesses erhöhen. - OMG-Certified Systems Modeling Professional (OCSMP); Tim Weilkiens, ooose Innovative Informatik GmbH
Das OCSMP-Zertifizierungsprogramm ist von der OMG in Abstimmung mit INCOSE entwickelt worden. Der Fokus liegt auf der Systems Modeling Language (SysML), es werden aber auch allgemeine Themen des Model-based Systems Engineerings (MBSE) adressiert.
Der Vortrag stellt Ihnen das Zertifizierungsprogramm vor, gibt einen Überblick über die Inhalte und die Ziele der Zertifizierungen. Mit kritischer Distanz betrachten wir auch den Sinn und Unsinn von computerbasierten Zertifizierungen und stellen den wahren Wert heraus. - MBSE Vision - (Auch) eine Chance für die Medizintechnik; Marcel Frikart, FRIKART Engineering GmbH
Mit dem vorliegenden Beitrag wird der Autor von seinen Erfahrungen und einer Vision eines Modell-basierten Ansatzes erzählen und die Schwierigkeiten und Erfolge in der Umsetzung erläutern. Dazu wird er aus seiner persönlichen Perspektive auch eine Stellungnahme wagen, welche Chancen und Hürden sich bei der Umsetzung der MBSE-Vision (und der dazugehörigen Interoperabilität) in der Medizintechnik ergeben. Die Präsentation ist ein Mix zwischen Erfahrungsbericht und Vision/Methodik.
Am 23. September gibt es die Möglichkeit an einem Seminar „OMG Certified Systems Modeling Professional“ mit abschließendem Test teilzunehmen. In diesem Seminar werden die Teilnehmer auf die Prüfung zum OMG Certified Systems Modeling Professional (Model User) vorbereitet und es wird die Prüfung im Anschluss durchgeführt. Das Ergebnis der Prüfung erhalten Sie sofort. Die Prüfungsgebühr ist in dem Kurspreis bereits enthalten. Auf Grund der Testplatzanforderung findet das Seminar bei der Fa. oose in Hamburg statt.
Das Programm und die Anmeldeunterlagen finden Sie hier zum Download.
Veranstaltungsort
- Venue:
- Hamburg
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