News Januar 2012
Bericht vom International Workshop
München – 25. Januar 2012 – Der internationale Workshop von INCOSE ist vorüber und es haben sich insgesamt mehr als 350 Interessierte zum Austausch in Florida getroffen. Die Mitglieder der GfSE waren in diesem Jahr die größte Gruppe der Nichtamerikaner auf dem IW2012.
Der MBSE Workshop, der an 2 Tagen parallel zum IW2012 stattfindet, war mit über 170 registrierten Teilnehmern ausgesprochen gut besucht. Die Anwendung von MBSE ist aus den Anfangsschwierigkeiten herausgewachsen und dessen grundsätzliche Vorteile werden als solches nicht mehr in Frage gestellt. Es muss in diesem Zusammenhang weiterhin an Metriken und belastbare Zahlen gearbeitet werden, die die Vorteile von MBSE untermauern, sei es die Verringerung von identifizierten Defekten oder die Verbesserung der Termintreue.
Informationen zum Stand der einzelnen MBSE Challenge und Activity Teams können unter http://www.omgwiki.org/MBSE/doku.php abgerufen werden. Ein weiterer Bericht von den dt. Aktivitäten und Projekten ist für den nächsten Newsletter vorgesehen.
Mit dem Beginn des IW2012 wurde in diesem Jahr wieder ein Wechsel an der Spitze von INCOSE vollzogen. Samantha Robitaille ist nun Past President und der neue Präsident von INCOSE für die nächsten 2 Jahre heißt John Thomas. In seiner Antrittsrede hat John Thomas deutlich gemacht, dass er nicht uneingeschränkt auf Mitgliederzuwachs wert legt, sondern die Schaffung von Mehrwert die höchste Priorität hat. Dazu sollen die Zertifizierung, Kooperationen (http://www.incose.org/practice/partnerships.aspx) und die IP in seiner Amtszeit weiter ausgebaut und verbessert werden.
Neben administrativen Besprechungen treffen sich die Teilnehmer primär um in Arbeitsgruppen sich bestimmten Themen zu widmen. Eine Übersicht zu den INCOSE Arbeitsgruppen findet man auf der INCOSE Homepage (http://www.incose.org/about/organization/ti.aspx ). Im Folgenden ist eine Übersicht der Arbeitsgruppen gegeben, an denen die deutschen Teilnehmer teilgenommen haben oder aktives Mitglied sind.
Human Systems Integration (HSI) Working Group
(Anmerkung: HSI ist nicht Ergonomie)
Die HSI Arbeitsgruppe beschäftigt sich damit, die Menschen als Teil eines Systems von Anfang an mit zu betrachten. Dabei geht es darum zu definieren wofür Menschen benötigt werden und welche Kompetenzen sie benötigen. Randbedingungen sind oft, dass sowohl die Zahl als auch die benötigten Kompetenzen minimiert werden sollen.
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System Science Working Group
Die System Science Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den wissenschaftlichen
Grundlagen des Systems Engineering. Einen breiten Raum nimmt dabei die
genaue Definition der Begriffe ein. Die Diskussionen sind auch stark
philosophisch und beschäftigen sich mit den historischen Wurzeln.
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Model Based Systems Engineering (MBSE) Working Group
Ursprünglich war das Hauptthema der MBSE Arbeitsgruppe an der Entwicklung
der SysML mitzuwirken. Seit einigen Jahren sind die Hauptthemen nun die
Anwendung der SysML und die Integration von Systemmodellen mit Modellen
aus verschiedenen Fachdisziplinen. Ein Hauptproblem dabei ist die
verschiedenen Metamodelle zusammenzubringen und die Parallelarbeit in
einer großen Datenbank zu managen. Einen speziellen Bericht von den dt. MBSE Anwendungen wird es in einem neuen Newsletter geben.
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Competence Working Group
Die Competence Arbeitsgruppe versucht zu definieren welche Eigenschaften ein
Systems Engineer haben muss. Das ist einerseits Wissen, z.B. welches im SE Handbook
definiert ist, und das sind Fähigkeiten, insbesondere die sogenannten Soft Skills.
Fragen die diskutiert werden sind, ob man die Kompetenzen eines Einzelnen
unabhängig von seiner Umwelt (Organisation) betrachten kann und inwieweit man
zum Durchführen von Systems Engineering Arbeiten Wissen aus der jeweiligen
Branche braucht.
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SE in very small and Micro Entities (SE in VSME)
Bei SE in VSME wird momentan ein Satz von Deployment documents (DD) vorbereitet der dann dazu dient den ISO/IEC 29110 bei SMEs einzuführen. Ziel ist es letztendlich eine Zertifizierung für SMEs weltweit einzuführen. Dazu wurde von der AG eine Überleitung von SE auf die Zertifizierungsanforderungen erarbeitet. Darauf werden dann die DD aufbauen.
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In-Service Systems
In-Service Systems: Ein interessantes Thema besonders für die Großindustrie die sich in Zukunft im Rahmen von MRO mit alternden Systemen auseinandersetzten muss (Verkehr, Luftfahrt, Anlagenbau, etc.). Die Gruppe hat viele Mitglieder aus dem Bereich der NL-Eisenbahnen und vom MIT (aus den USA).
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Architecture
Bei Architecture werden Mitglieder gesucht die sich einbringen. Die Gruppe ist stark vom UK Chapter beeinflusst und damit lässt sich eine Vielfalt der Sichten nicht erzeugen. Weitere Informationen zum Inhalt finden sich auf der Homepage bei INCOSE.
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Energy Working Group
Die „Power and Energy System WG“ ist seit einem Jahr aktiv und hat nun die Charter final beschrieben als auch die eingereichten Beiträge für das Internationale Symposium 2012 in Rom gesichtet und bewertet. Aufgaben, Inhalt und Ziele sind auf der Homepage von INCOSE einzusehen. Auf dem kommenden Symposium will man sich mit Smart Grids auseinandersetzen und den Lebenszyklus für die verschiedenen Energiesysteme anfangen zu analysieren. Die Arbeitsgruppe ist an einen speziellen Gremium angebunden, das sich bei INCOSE speziell um die nicht klassischen SE Themen und Industrien kümmert. Es handelt sich dabei um das Commercial Steering Board (CSB), das u.a. auch Infrastruktur und Transportwesen vereinigt.








