GfSE
Veranstaltung
- Titel:
- Anwenderforum Risiko- und Chancenmanagement
- Wann:
- 10.06.2010 - 11.06.2010
- Wo:
- EADS Astrium - Bremen
- Kategorie:
- Archiv 2010
Beschreibung
Am 10. und 11. Juni findet bietet die GfSE mit Unterstützung von 2 korporativen Mitgliedern ein Tutorial und ein Anwenderforum zum Themenbereich Risiko- und Chancemangement in Bremen an.
Das Tutorial mit dem Titel "Risikomanagemen Grunlagen und Einführung" wird von Herrn Finkel am 10. Juni angeboten. Herr Finkel ist einer der erfahrensten Berater im Bereich Systems Engineering. Er hat u.a. mehrere Projekte zu Definition, Implementierung und Coaching im Risikomanagement in der Automobilindustrie, der Luft und Raumfahrt und der Schienenfahrzeugindustrie erfolgreich geleitet – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.
Die Beiträge kommen aus verschiedenen Industriezweigen und sollen einen Überblick und Anreiz zurm Austausch über dieses Thema geben, das im Anwenderforum am 11. Juni mit allen Teilnehmern diskutiert wird.
1. Beitrag von Thilo Pfletschinger (3DSE); Risikomanagement an der Lieferantenschnittstelle am Beispiel der Bremsregelsystementwicklung eines Automobil-OEM
Die Auswahl des richtigen Lieferanten für die Entwicklung von E/E-Komponenten und die nachfolgende Integration einer Vielzahl innovativer Funktionen in die E/E Systementwicklung ist mit hohem Risiko für einen Automobil OEM verbunden. Beherrscht der OEM dieses Risiko beim Lieferantenentscheid und bei der Integration der extern entwickelten Umfänge in das E/E System sind neben Qualitätssteigerungen erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen möglich. Folglich wird der Risikosituation im Entwicklungsbereich der angefragten Lieferanten eine wesentliche Bedeutung beigemessen.
Produkt-, Projekt- und Prozessrisiken sind elementarer Bestandteil im Entscheidungsprozess zur Lieferantenauswahl und in der anschließenden gemeinsamen Produktentwicklung. Ein effektives und effizientes Management der identifizierten Risiken mündet in einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und einer "win-win" Situation für OEM und Lieferant. Abhängig von der Komplexität des Entwicklungsprojektes sind beispielsweise bei der Entwicklung eines Bremsregelsystems Einsparungen in Höhe von 20% des Entwicklungsbudgets über die Projektlaufzeit möglich.
2. Beitrag von Dr. Stefan Brunzel (Continental - Systems & Technology Automotive); Risikomanagement in der Entwicklungspartnerschaft AUTOSAR
AUTOSAR (AUTomotive Open System ARchitecture) ist eine globale Entwicklungspartnerschaft von Automobilherstellern, -zulieferern und weiteren Unternehmen der Elektronik-, Halbleiter- und Softwareindustrie. Seit 2003 arbeiten sie an der Entwicklung und Einführung einer offenen und standardisierten Software-Architektur für Steuergeräte im Automobil. Der Partnerschaft gehören mittlerweile mehr als 150 Firmen an. Ein derartiges Konsortium stellt hohe Anforderungen an die Organisation und das Projektmanagement – insbesondere an das Risikomanagement. Der Vortrag stellt die AUTOSAR Projektorganisation vor und erläutert entsprechende Prozesse und Maßnahmen zum Risikomanagement.
3. Beitrag von Hendrik Bülte (Siemens Corporate Technology); sira - a proposal and project oriented risk analysis approach
The current changes in the financial industry require large-scale changes not only in the financial sector but also in the IT sector. In the future, companies will be even more challenged to mobilize resources efficiently and on time than in the past. In case of failure during developments and projects high financial burden might impact companies to the edge of the economic threat. The success depends how professionally the possible risks and uncertainties are identified, judged and managed.
4. Beitrag von Natalie Friedl und Dr. Jens Ramsbrock (BeOne München GmbH); RMEA - Vernetztes Risikomanagement und Visualisierung
Die BeOne‐RMEA siedelt sich im klassischen Risikomanagement‐prozess in den Schritten Risikobewertung und ‐steuerung durch u.A. Maßnahmendefinition an. Ihre Vorgehensweise ist angelehnt an die Fehlermöglichkeits‐ und Einfluss‐Analyse, die im Bereich der Produktentwicklung eine etablierte Methode zur Fehlervermeidung und Qualitätssicherung darstellt. Statt fehlerbezogener Wirkungskombinationen werden bei der BeOne‐RMEA Risikokausalketten be‐trachtet. Dies erfolgt durch die Aufnahme von Risiken aus der vorgelagerten Risikoidentifikation so‐wie der Ermittlung möglicher Risikoursachen und potenzieller Risikofolgen. In der Bewertung müssen sämtliche Relationen zwischen den Risiken und zu den Risiko‐Maßnahmen berücksichtigt werden. Diese Bewertungen ermöglichen den Einbezug verschiedenster Arten von Kriterien, wie zum Beispiel objektive Messgrößen oder auch subjektive Einschätzungen. Durch die vorgesehene Bereinigung von Inkonsistenzen werden die Bewertungen validiert. Ein weiterer Nutzen ist die Ableitung von visuali‐sierten Risikoprofilen, welche Transparenz im betrachteten Kontext schaffen, und eine Unterstützung zur Findung des Optimums leisten und dadurch die Qualität von Projektentscheidungen erhöhen.
Weitere Informationen zum Tutorial und dem Anwenderforum finden Sie im Flyer und den Anmeldeunterlagen für die Teilnahme.
Premium Sponsor der Veranstaltung:
mit freundlicher Unterstützung von EADS Astrium Bremen
Veranstaltungsort
- Venue:
- EADS Astrium
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