Arbeitsgruppen

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die aktuellen Arbeitsgruppen der GfSE

Für weitere Informationen wählen Sie bitte oben eine Arbeitsgruppe aus.

Systems Engineering Terms (SE-Terms)

Bei allen Arten von Projekten ist es essentiell, dass „mit einer Sprache gesprochen“ wird. Erforderlich ist also, dass die Projektbeteiligten sich über die zu verwendenden Begriffe (Terme) einig sind. In der Praxis wird es aber so sein, dass unterschiedliche Interpretationen von Begriffen vorhanden sind. Das ergibt sich einfach aus der unterschiedlichen Historie der Projektbeteiligten bzw. auch aus einem unterschiedlichen fachlichen Hintergrund.

Organisationen wie INCOSE bzw. die GfSE sowie Normungsorganisationen wie ISO und DIN versuchen dieses gemeinsame Verständnis von Begriffen durch Herausgabe von Anleitungen, Interpretationshilfen oder auch Normen (z.B. Systems and software engineering —Vocabulary; ISO/IEC/IEEE 24765:2017 oder auch SEBoK) zu unterstützen.

Nachdem diese Hilfen in der Regel in englischer Sprache erscheinen hat sich die in 2020 neugebildete Arbeitsgruppe SE-Terms zu Aufgabe gemacht eine deutschsprachige Hilfe zu erstellen, die den Mitgliedern der GfSE eine Interpretationshilfe bietet aber auch die Möglichkeit eine zumindest einigermaßen einheitliche Begriffswelt auszubilden.

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Model-based Systems Engineering (MBSE)

Die GfSE-Arbeitsgruppe MBSE bietet seit 2005 ein Forum zum Erfahrungsaustausch zum Thema modellbasiertes Systems Engineering (MBSE). Eine besondere hervorzuhebende Errungenschaft der Arbeitsgruppe war die Kooperation mit der ESO (European Southern Observatory) im Rahmen des MBSE Challenge Teams und der Erstellung eines umfangreichen SysML-Modells über ein Teleskop-System sowie ein MBSE Cookbook (Details unter http://mbse.gfse.de).

Die Mission der Arbeitsgruppe MBSE: Mitgliedern der GfSE eine Plattform zum Austausch von Fragen und Erfahrungen rund um MBSE bieten.

Tätigkeiten der AG MBSE:
- Regelmäßige Telefonkonferenzen zur Abstimmung
- Abstimmung mit den GfSE-Arbeitsgruppen aus dem MBSE-Umfeld, u.a. FAS, PLM4MBSE und Sys(S)ML

Aktuelle Themen:
Das aktuelle Leitthema der AG MBSE ist die neue SysML v2. Wir wollen uns die neuen Konzepte anschauen und ihre Anwendung in der Praxis beleuchten. Ein weiterer Punkt ist die Migration von SysML v1 zu SysML v2, sowie die Interoperabilität von Modellen.

Weitere Themen rund um MBSE sind jederzeit willkommen.

Ansprechpartner:

Tim Weilkiens und Andreas Wortmann

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Agilität im Systems Engineering (AgileSE)

Ziel der Arbeitsgruppe AgileSE ist es sich über Themen auszutauschen, die Agilität und Systems Engineering zusammen betrachten.

Die 2019 neu gegründete Gruppe will zunächst bestehende Informationen zu „Agilität im Systems Engineering“ sammeln. Dabei tauchen Fragen auf wie u.a.:

  • Kann man SE agil machen? Wie könnte es gehen?
  • Braucht es mehr SE in agilen Vorgehen?
  • Welche Constraints behindern agil im SE?
  • Welche Best Practices gibt es für SE im agilen Umfeld sowie für agiles Vorgehen in SE Umfeld
  • Was sind Startpunkte oder Transformationsempfehlungen

Auch Ergebnisse der früheren Arbeitsgruppe „Agiles Projektmanagement für Systeme im regulierten Umfeld (APS)“ sollen innerhalb dieser Gruppe weitergeführt werden.

Moderat-komplexe Systeme (MkS)

Viele Firmen, welche kleinere bis mittelgroße, aber dennoch komplexe Systeme entwickeln, finden sich in den von Großprojekten inspirierten Lehrbuch-Ansätzen des Systems Engineering (SE) nicht hundertprozentig, und die Methodenvielfalt des SE erscheint zu umfangreich, um einen geordneten Einstieg ins Thema zu finden. Systems Engineering wird für Firmen dann relevant, wenn ihre Produkte eine bestimmte Komplexität erreichen. In dieser Situation fehlt oft der richtige Ansatz, um Systems Engineering effizient einzuführen oder weiter zu entwickeln. In einem solchen Fall wäre es wichtig, einen Anlaufpunkt in der SE-Community zu haben.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe möchten in ihrer täglichen Arbeit effizienter werden, indem sie ihre bisherigen Erfahrungen austauschen. Durch diesen Austausch können wir unser SE-Wissen wach halten, so dass wir bei neuen Aufgaben im Berufsalltag schneller zu einem effizienten Ansatz finden. Durch aktiven Erfahrungsaustausch soll der Gedanke des Systems Engineering so weiter entwickelt werden,  dass er auch in Projekten mit moderat-komplexen Systemen Verbreitung finden kann. Über die GfSE könnten unsere Ergebnisse regelmäßig in die Systems Engineering Community hineingetragen werden.

Bisherige Themen der AG (diese wurden in einem Arbeitspapier für den Tag des Systems Engineering 2012 zusammengefasst):

  • Bewährte Ansätze im Anforderungswesen
  • Systemarchitektur für moderat-komplexe Systeme
  • Verifikationsansätze und Testsysteme für mehrere Produkte wiederverwenden
  • Networking für die tägliche Arbeit des Systems Engineers

Download der Architekturdokumentations-Vorlage:

Weiterhin kümmert sich die Arbeitsgruppe um Initiativen in der Normung des Systems Engineering, sofern moderat-komplexe Systeme davon betroffen sind.

Wir freuen uns jederzeit über neue Mitglieder. Für Fragen zur Arbeitsgruppe oder zum Mitglied-Werden erreichen Sie die Leiter der Arbeitsgruppe direkt unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Funktionale Architekturen für Systeme (FAS)

Funktionale Architekturen sind ein Mittel zur technologieunabhängigen Systemmodellierung [LW10, KLW11]. Die Arbeitsgruppe möchte Erfahrung in der Anwendung bestehender Methoden zur Erarbeitung funktionaler Architekturen sammeln und die Methoden verbessern. Dabei geht es nicht nur um die Methoden selbst, sondern auch um ihre Anwendung in der modellgestützten Systemmodellierung mit SysML. Die Arbeitsgruppe möchte dazu in der Lage sein, die Methoden mit konkreten SysML-Modellierungswerkzeugen effizient in der Praxis umzusetzen.

Die FAS Arbeitsgruppe unterscheidet sich hier zur MBSE AG dahingehend, dass der Fokus der MBSE AG auf der Weiterentwicklung des Cookbook und des MBSE Challenge liegen wird.

[KLW11] Korff, A.; Lamm, J. G.; Weilkiens, T.: „Werkzeuge für den Schmied funktionaler Architekturen“, Tag des Systems Engineering, Hamburg, November 2011

[LW10] Lamm, J. G. und Weilkiens, T. „Funktionale Architekturen in SysML“, Tag des Systems Engineering, München, November 2010.

Interessierte sind herzlich willkommen. Sie können direkt mit den Vertretern der Arbeitsgruppe über FAS[at]gfse.de Kontakt aufnehmen.

Mission Statement:

Zielsetzung kurzfristig: Wir haben Erfahrungen aus dem praktischen Einsatz der bestehenden Methode aus [LW10, KLW11] und Best Practices abgeleitet und publiziert.

Zielsetzung mittelfristig: Es gibt Unterstützung für die FAS-Methode für alle gängigen SysML-Tools.

Zielsetzung langfristig: Die Methode ist international bekannt und etabliert.

Die aktuellen Arbeitsergebnisse der Arbeitsgruppe finden Sie unter www.fas-method.org

Integration von MBSE und PLM (PLM4MBSE)

Zielstellung des Arbeitsgruppe PLM4MBSE (Integration von MBSE und PLM) ist die Ausarbeitung von Anforderungen an MBSE Authoring Werkzeuge wie SysML und Modelica sowie an die Architektur und Schnittstellen von PLM Systemen für eine verbesserte disziplinübergreifende Zusammenarbeit im Produktentwicklungsprozess. Inhaltlich wird sich die Arbeitsgruppe mit aktuellen Entwicklungen der Technologien und Vorgehensweisen im MBSE und PLM auseinandersetzen, insbesondere ist eine Zusammenarbeit mit derzeit stattfindenden Forschungsaktivitäten geplant. Einen Schwerpunkt sieht die Arbeitsgruppe in der Identifikation von potentiellen Standardisierungsarbeiten und plant mit Organisationen, die auf diesem Gebiet tätig sind, zu kollaborieren.

Die Arbeitsgruppe hat ein Positionspapier erarbeitet, welches auch der OMG Konferenz im Juni 2015 in Berlin offiziell vorgestellt wurde und als Basis für die Diskussion zu Industrie 4.0 und PLM in der Fertigung diente.

Weitere Interessenten sind herzlich eingeladen. Ansprechpartner sind Michael Pfenning und Uwe Kaufmann (PML4MBSE(at)gfse.de)

MORFEUS – Modelling Rules for Engineering Under Safety aspects

In Deutsch kann Sicherheit nicht wie in English klar zwischen Security und Safety unterschieden werden. Der Begriff funktionale Sicherheit hat sich hier etabliert, deutet aber die Sicherheit einer Funktion hin und beschränkt die Sichtweise auf die Sicherheit. Um die Sicherheit vollständiger betrachten zu können, soll sie ganzheitlicher bezogen auf Systeme in seiner Umgebung betrachtet werden. Zusätzlich wird Sie als Teil der Systementwicklung gesehen und sollte frühzeitig integriert werden.

In der Systementwicklung hat sich die SysML als eine mögliche Sprache etabliert um Systeme zu beschreiben. Seit 2018 wird in der „Safety and Reliability for UML" Working Group daran gearbeitet die Methoden zur Beschreibung von Sicherheitsrelevanten Aspekten von Modellen wie Functional Hazard Analysis (FHA), Fault Tree Analysis (FTA) und Failure Mode Effect Analysis (FMEA) in die Modellierungssprache zu integrieren.

Diese Arbeitsgruppe dient als Forum zum Erfahrungs­austausch und zur Bearbeitung gemeinsamer Fragestellungen.

Mission statement

Wir bieten eine Plattform für den Austausch von Fragen und Erfahrungen rund um die Model Based Safety Analysis (MBSA). Dazu organisieren wir regelmäßig:

  • Workshops
  • Telefonkonferenzen

Die folgenden Ziele stehen dabei im Vordergrund:

  • Unterstützung des Systems Engineering bei der Modellbasierten Entwicklung sicherheitkritischer Systeme
  • Erarbeiten des aktuellen Kenntnisstands existierender Methoden und Ansätze
  • Erstellung eines konzeptionellen Modells
  • Validierung des Modells anhand existierender Methoden und Praxisbeispielen

Aufbereiten des Themas für die Mitglieder der GfSE:

  • Identifizieren und Erarbeiten von Richtlinien
  • Zugriff auf Ressourcen der Workshops
  • Vermitteln zwischen Anwendern, Toolherstellern, Beratern und Standardisierungsgremien

Aktuelle Themen

  • Definition von Common Safety Terms
  • Definition eines konzeptionellen Modells für die Integration in den SysML Standard
  • White Paper zum Thema Sicherheit von hochautomatisierten Systemen
  • White Paper zum Thema Safety Pattern
  • Erstellen von Guidelines zu FHA, FTA und FMEA?

Kontakt

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SE Best Practice Circle (SE-BPC) 

Der SE Best Practice Industriekreis (SE-BPC) setzt sich aus Firmen zusammen, die den Bereich SE sichtbar und im Unternehmen praktisch anwendbar machen wollen. Mit dem noch jungen Model-Based Systems Engineering (MBSE) wird es zudem gerade auf eine neue Leistungsstufe gehoben.

Ein uneinheitliches Verständnis von SE und MBSE verhindert heute allerdings den branchenübergreifenden Durchbruch als zentrales Management- und Entwicklungsparadigma. Der SE-Best Practice Circle als Industriearbeitskreis der Gesellschaft für Systems Engineering e.V. will dies ändern. Initiatoren sind  das VIRTUAL VEHICLE Research Center (Graz) und die Fraunhofer-Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik (IPT-EM) Systems Engineering Management. Firmen der ersten Stunde des SE-BPC sind AVL, Airbus Defence & Space, John Deere, Siemens AG Österreich, Huf Hülstbeck & Fürst GbmH & Co. KG, Daimler AG, Claas KGaA mbH, BMW AG, Bernafon AG, AVL DiTest, VW AG, Audi AG und Schindler Elevator.

Mit dem SE-BPC soll eine Kommunikationsplattform aufgebaut werden, die sich dieser Herausforderung stellt. Mit diesem Erfahrungsaustausch soll sichergestellt werden, dass die breitgestreute Expertise verschiedener Branchen bei der Weiterentwicklung von Systems Engineering und MBSE berücksichtigt wird. Die Teilnehmer sind zudem Multiplikatoren für das Thema im eigenen Unternehmen.

Die gemeinsamen Ziele aller vertretenen Unternehmen sind:

  • Gemeinsames branchenübergreifendes Verständnis zu SE/MBSE etablieren
  • SE/MBSE-Kommunikationsplattform aufbauen und beleben
  • Informationsaustausch unter Anwendern zum Thema SE/MBSE ermöglichen
  • Methodik, Prozessintegration bzw. konkrete Anforderungen an die IT-Infrastruktur weiterentwickeln und daraus Handlungsempfehlungen ableiten.

Angestrebte Ergebnisse sind:

  • Produkte, die für die tägliche Arbeit der Teilnehmer einen direkten Nutzen bringen, bspw. Best Practice-Beispiele oder Checklisten
  • Standpunkt-Veröffentlichungen, die eine gemeinsame Sicht der Beteiligten auf das Themenfeld festhalten und zur Kommunikation mit u.a. Tool-Vendoren, Beratern herangezogen werden können
  • Präsentationen, Methoden- und Begriffslandkarten zur Multiplikation von SE-Wissen im eigenen Unternehmen

Das aktuelle Positionspapier finden Sie hier [Download]

Viewpoints 

Im Model-Based-Systems-Engineering (MBSE) geht es unter anderem um das Gewinnen konsistenter Sichten (Views) für verschiedene Stakeholder. Für den Teilbereich der System- und Softwarearchitekturen werden Views in der Norm ISO 42010:2011 behandelt. Wir gehen hier davon aus, dass diese Norm auf Fragen des gesamten MBSE verallgemeinert werden kann. Damit ist sie eine gute Grundlage nicht nur für System- und Softwarearchitektur sondern auch für Analysen, Konfigurationsmanagement, Safety, Security und Verifikation. Die Begrifflichkeiten der Norm müssen dafür geschärft werden.
AG-Leiter: Werner Gerritsen
Kontakt: viewpoints[at]gfse.de, viewpoints[at]ssse.ch

Systems Architecture Framework (SAF)

Die GfSE Arbeitsgruppe "System Architecture Framework" hat zum Ziel MBSE und im speziellen die Systemarchitekturentwicklung im Produktfamilien- wie auch Projektumfeld durch die Erstellung eines Architectural Frameworks praktikabel zu machen. Es werden hierzu bestehende Standards, wie z.B. ISO42010 und auch ISO15288 berücksichtigt, um einen standardisierten und generell anwendbaren Sprachgebrauch sicher zu stellen.

Die Arbeitsergebnisse sollen als Standardwerks zur modellbasierte Beschreibung von Systemarchitekturen als Buch verfügbar gemacht werden, sowie durch Paper und Vorträge zum Thema kommuniziert werden.
Ultimative Ziele sind:

  • MBSE Schulungen stützen sich auf SAF ab
  • MBSE Methoden bilden sich auf SAF ab, wie z.B. FAS, HarmonySE
  • Systemingenieure können SysML Diagramme in Ihrem Kontext mit geringem Schulungsaufwand und wenig Erfahrung verstehen und erzeugen
  • Architekturmodelle sind auf Anhieb in einem akzeptablem Qualitätszustand
  • SAF Views dienen als Schnittstelle zwischen Unterauftragnehmer und Auftraggeber
  • Wiederverwendbare Modelle

AG-Leiter: Sascha Ackva und Michael Leute
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Knowledge-Based Systems Engineering (KSE)

Beschreibung der Arbeitsgruppe "Knowledge-Based Systems Engineering (KSE)" folgt

Berufs- und Selbstverständnis des Systemingenieurs

Beschreibung der Arbeitsgruppe "Berufs- und Selbstverständnis des Systemingenieurs" folgt